AV Stegmann See

Schleie ( Tinca tinca)

30 bis 45 cm, max. 60 cm Merkmale: relativ kurze und hochrückige Körper, die mit winzigen Schuppen bedeckt sind Lebensraum: im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen Nahrung: Larven der After- Frühlingsfliegen, Schnecken

Die Schleie ist ursprünglich in Naturgewässern mit weichem Boden und genügend Pflanzenbewuchs beheimatet. Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen und an anderen geeigneten Orten. Ihr Lebensraum ist der Gewässerboden. Schleien zeichnen sich auch durch ihre große Widerstandsfähigkeit gegen Sauerstoffmangel und saures Moorwasser aus. Als äußerst anpassungsfähige (euryöke) Art verträgt sie sowohl niedrigste Sauerstoffgehalte als auch hohe pH-Werte. Sie wachsen viel langsamer als Karpfen und erreichen erst nach 3 Jahren ein Gewicht von 200 bis 300 g. Die Schleien gehören zu den wichtigsten Nutzfischen. Wegen ihres guten, weiß gefärbten Fleisches sind sie als hervorragender Speisefisch überaus beliebt. Den Namen verdankt die Schleie ihrer schleimigen Oberfläche, einer Art Lederhaut, in die viele kleine Schuppen eingelassen sind. Schleie hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7-0.9 g/100 g. Die Laichzeit fällt in die Monate Mai - Juli bei einer Wassertemperatur von 18 - 20 ° C. Die Fische schließen sich vorher zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf. Hier werden die ca. 0,8 -1 mm großen, klebrigen Eier (300.000 - 900.000/Weibchen) abgelegt. Die Eiablage erfolgt portionsweise im Abstand von 2 Wochen und kann sich über 2 Monate erstrecken.